Wissenswertes
Wissenswertes für Dialysepatienten
Die Dialyse ermöglicht zehntausenden Patienten in Deutschland ein zwar eingeschränktes, aber dennoch normales Leben. Sogar Urlaubsreisen sind möglich. Es gibt in ganz Deutschland – aber auch außerhalb – Dialysezentren, die Gastdialysen anbieten oder sich sogar auf Feriendialysen spezialisiert haben.
Die Vorbereitung einer Reise gestaltet sich allerdings ein wenig aufwändiger. An erster Stelle sollte sich der Patient insgesamt wohl fühlen und sein Arzt keine Bedenken gegen Reiseziel und -dauer haben. Darüber hinaus muss das Feriendialysezentrum über die individuellen Parameter wie Dialysator, Dauer, Heparinbedarf etc. informiert sein. Auch sollten die aktuellen Laborwerte, Medikation und Gewicht rechtzeitig übermittelt werden. Für die Reiseplanung gibt es (siehe auch Linkliste) Hilfestellungen von Einrichtungen und Selbsthilfegruppen, die alle notwendigen Schritte vorbereiten und auch die Kostenübernahme durch die Krankenkasse klären.
Bei der Hämodialyse ist der Aufwand größer, Patienten mit einer Bauchfelldialyse sind weniger auf die Einrichtungen vor Ort angewiesen. Hauptsächlich müssen die hygienischen Bedingungen gegeben sein und die Materialien wie Dialyseflüssigkeit, Schläuche etc. mitgeführt und am Reiseziel eingelagert werden können.
Dieser Komfort war bis zur Mitte des der 60er-Jahre des letzten Jahrhunderts undenkbar, auch wenn dem Mediziner Georg Haas in Gießen bereits 1924 die erste Hämodialyse am Menschen gelang. Der entscheidende Durchbruch kam 1943 mit der von Willem Kolff entwickelten Trommelniere.
Ohne diese Entwicklung wurde der Körper bei einsetzendem Nierenversagen über Monate und Jahre schleichend vergiftet, bei raschem Nierenversagen starben die Patienten innerhalb kurzer Zeit durch ein Lungenödem oder ein Kaliumüberschuß führte zum Herzstillstand .
Christian Wolf